Ein überzeugendes Bewerbungsschreiben ist der Schlüssel, um aus der Masse herauszustechen und den Wunschjob zu bekommen. Während viele auf fertige Vorlagen für Bewerbungsschreiben zurückgreifen, ist es entscheidend, das Schreiben an die eigenen Stärken und die Anforderungen des Unternehmens anzupassen. Eine gute Bewerbungsschreiben Vorlage bietet dabei eine hilfreiche Struktur, aber erst die individuelle Anpassung macht aus einem Standarddokument ein Bewerbungsschreiben mit Wirkung.
In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du mit der richtigen Struktur, Sprache und Personalisierung ein Bewerbungsschreiben formulierst, das wirklich überzeugt.
Bewerbungsschreiben korrekt verfassen: Checkliste für Aufbau und Inhalt
| Aspekt | Kernaussage |
|---|---|
| Einstieg und Bezug | Nennen Sie Position, Quelle der Ausschreibung und einen konkreten Grund, warum genau dieses Unternehmen und diese Rolle passen. |
| Kernbotschaft und Mehrwert | Verbinden Sie zwei bis drei Anforderungen aus der Anzeige mit nachweisbaren Leistungen und formulieren Sie den Nutzen für den Arbeitgeber in klaren Sätzen. |
| Beispiele statt Behauptungen | Ersetzen Sie allgemeine Aussagen durch kurze Belege, etwa Ergebnisse, Verantwortungsumfang oder Verbesserungen, die Sie erreicht haben. |
| Ton, Stil und Lesbarkeit | Schreiben Sie präzise, aktiv und fehlerfrei, mit kurzen Absätzen und ohne Floskeln, damit Ihr Profil schnell erfassbar bleibt. |
| Abschluss und Call to Action | Schließen Sie mit Verfügbarkeit, Gesprächsbereitschaft und einem professionellen Gruß, ohne Druck aufzubauen oder zu übertreiben. |
Die richtige Struktur: So baust du dein Bewerbungsschreiben auf
Die Struktur eines Bewerbungsschreibens spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie gut deine Bewerbung beim Arbeitgeber ankommt. Ein gut gegliedertes Schreiben sorgt für Klarheit und gibt dem Leser einen schnellen Überblick über deine Qualifikationen und Motivation.
1. Einleitung: Beginne dein Bewerbungsschreiben mit einer freundlichen, aber professionellen Anrede, idealerweise mit dem Namen des Ansprechpartners, z. B. „Sehr geehrte Frau Müller“. Stelle im ersten Absatz kurz vor, auf welche Position du dich bewirbst und warum du dich gerade bei diesem Unternehmen interessierst. Vermeide allgemeine Floskeln und bringe stattdessen konkrete Gründe für dein Interesse an.
2. Hauptteil: In diesem Abschnitt geht es darum, deine Fähigkeiten, Qualifikationen und Erfahrungen mit den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle zu verknüpfen. Zeige, wie du mit deinen bisherigen Leistungen einen Mehrwert für das Unternehmen bieten kannst. Wichtig ist, dass du konkrete Beispiele und Erfolge nennst, die deine Eignung unterstreichen.
3. Schluss: Schließe dein Bewerbungsschreiben mit einem positiven und selbstbewussten Satz, der dein Interesse an einem persönlichen Gespräch zum Ausdruck bringt. Ein freundlicher „Ich freue mich darauf, mich persönlich vorzustellen“ rundet das Schreiben ab.
Wichtige Tipps für die richtige Sprache und Tonalität
Die Sprache und Tonalität deines Bewerbungsschreibens sind entscheidend, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Achte darauf, dass du einen professionellen, aber dennoch authentischen Ton wählst. Deine Sprache sollte klar, präzise und frei von unnötigen Floskeln sein. Vermeide übermäßige Höflichkeitsformeln und setze stattdessen auf konkrete Aussagen, die deine Fähigkeiten und Erfahrungen widerspiegeln.
Nutze aktive Verben wie „leiten“, „entwickeln“ oder „optimieren“, um deine Initiative und Verantwortungsbereitschaft zu unterstreichen. Vermeide passive Formulierungen, die dich weniger aktiv wirken lassen. Gleichzeitig solltest du darauf achten, nicht zu technisch oder zu umgangssprachlich zu werden. Die richtige Balance ist entscheidend: Zeige Professionalität, ohne distanziert oder zu steif zu klingen.
Wichtig ist auch, dass du die Unternehmenssprache verstehst und adaptierst. Falls das Unternehmen beispielsweise eine kreative Branche repräsentiert, darfst du ruhig etwas persönlicher und kreativer sein. In eher konservativen Bereichen hingegen solltest du auf eine formellere Ausdrucksweise setzen.
Die Bedeutung von Keywords und branchenspezifischen Begriffen
Die Verwendung von Keywords und branchenspezifischen Begriffen ist entscheidend, um dein Bewerbungsschreiben für den Leser relevant und ansprechend zu gestalten. Indem du gezielt Schlüsselwörter aus der Stellenanzeige einbaust, zeigst du, dass du die Anforderungen und Erwartungen des Unternehmens verstanden hast. Diese Keywords helfen nicht nur dabei, deine Eignung für die Stelle zu betonen, sondern auch dabei, deine Bewerbung durch Bewerbungssysteme (ATS – Applicant Tracking Systems) zu filtern, die häufig automatisiert die besten Kandidaten auswählen.
Neben allgemeinen Begriffen wie „Projektmanagement“ oder „Teamführung“ ist es wichtig, branchenspezifische Ausdrücke zu integrieren, die in deinem Berufsfeld gängig sind. In der IT könnten das Begriffe wie „Agilität“ oder „Cloud-Computing“ sein, während im Marketing Fachbegriffe wie „SEO“ oder „Content-Strategie“ relevant sind. Durch die gezielte Verwendung solcher Begriffe vermittelst du nicht nur Fachkompetenz, sondern signalisierst auch, dass du in der jeweiligen Branche auf dem neuesten Stand bist und dich mit den aktuellen Trends und Technologien auskennst.
Das Bewerbungsschreiben individualisieren: Keine Vorlage 1:1 übernehmen
Ein Bewerbungsschreiben sollte niemals einfach als Vorlage 1:1 übernommen werden. Zwar kann eine Vorlage eine nützliche Orientierung bieten, doch wahre Überzeugungskraft entsteht nur durch Individualisierung. Passt du das Schreiben an deine persönlichen Stärken und beruflichen Erfahrungen an, wird es authentischer und hebt dich von anderen Bewerbungen ab.
Achte darauf, dass du deine Motivation, warum du genau bei diesem Unternehmen arbeiten möchtest, und deine erfolgreichen Projekte oder spezifischen Fähigkeiten betont. So zeigst du, dass du dir Zeit genommen hast, deine Bewerbung auf das Unternehmen zuzuschneiden, anstatt einfach eine allgemeine Vorlage Bewerbungsschreiben zu verwenden.
Häufige Fehler im Bewerbungsschreiben und wie man sie vermeidet
Häufige Fehler im Bewerbungsschreiben können schnell den Eindruck erwecken, dass du unaufmerksam oder unvorbereitet bist. Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von Standardfloskeln, die wenig aussagekräftig sind. Statt „Ich bin teamfähig“ solltest du konkrete Beispiele nennen, die deine Teamfähigkeit zeigen. Auch Rechtschreibfehler oder Grammatikfehler können den Leser negativ beeinflussen, deshalb ist ein gründliches Korrekturlesen unerlässlich.
Ein weiterer Fehler ist eine unstrukturierte Darstellung von Informationen. Achte darauf, dass dein Bewerbungsschreiben klar gegliedert und auf den Punkt gebracht ist. Vermeide es außerdem, irrelevante Erfahrungen oder Fähigkeiten zu nennen, die nichts mit der angestrebten Position zu tun haben.
Häufig gestellte Fragen zum Thema „Bewerbungsschreiben korrekt verfassen“
1) Wie lang sollte ein Bewerbungsschreiben idealerweise sein?
Ein Bewerbungsschreiben ist in der Regel auf eine Seite ausgelegt. Entscheidend ist nicht die Zeichenanzahl, sondern die Informationsdichte. Wenn jede Passage einen klaren Bezug zur Stelle hat und Mehrwert belegt, wirkt eine Seite überzeugend. Längere Schreiben lohnen sich nur, wenn die Position es erfordert und die Inhalte wirklich substanzstark sind.
2) Muss das Bewerbungsschreiben eine Betreffzeile enthalten?
Eine Betreffzeile ist üblich und erleichtert die Zuordnung. Sie sollte Position und gegebenenfalls eine Kennziffer nennen. Vermeiden Sie kreative Überschriften, die keine Orientierung geben. Wenn Sie sich initiativ bewerben, formulieren Sie den Betreff so, dass Funktionsbereich und gewünschter Einstieg klar erkennbar sind. Das schafft Professionalität und spart Rückfragen.
3) Wie gehen Sie mit Lücken im Lebenslauf im Bewerbungsschreiben um?
Kurze Unterbrechungen müssen nicht ausführlich erklärt werden. Wenn eine Lücke erklärungsbedürftig wirkt, reicht eine sachliche Einordnung in einem Satz, gekoppelt an das, was Sie dabei gelernt oder aufgebaut haben. Wichtig ist, dass Sie nicht rechtfertigend schreiben. Halten Sie den Fokus auf Eignung, Motivation und passgenaue Kompetenzen für die Stelle.
4) Sollten Gehaltswunsch und Eintrittstermin ins Bewerbungsschreiben?
Wenn die Ausschreibung danach fragt, gehören beide Angaben hinein. Der Eintrittstermin sollte realistisch und eindeutig formuliert sein. Beim Gehaltswunsch hilft eine klare Zahl oder eine nachvollziehbare Spanne, abhängig von Branche und Seniorität. Fehlen solche Vorgaben, können Sie das Thema auch für spätere Schritte offenlassen, ohne dass Ihre Bewerbung an Qualität verliert.
5) Wie vermeiden Sie, dass das Bewerbungsschreiben wie eine Standardvorlage wirkt?
Individualität entsteht durch konkrete Bezüge. Greifen Sie zwei bis drei Anforderungen aus der Anzeige auf und verknüpfen Sie sie mit passenden Beispielen aus Ihrer Laufbahn. Nutzen Sie Formulierungen, die Ihre Arbeitsweise zeigen, statt Eigenschaften zu behaupten. Vermeiden Sie austauschbare Einleitungen und Schlussformeln. Ein klarer Fokus auf Rolle, Nutzen und Belege wirkt sofort authentischer.
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