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WKN: Bedeutung, Aufbau und Unterschied zur ISIN

WKN: Welchen Nutzen hat sie eigentlich?

Die WKN ist eine sechsstellige Kennnummer für Finanzinstrumente im deutschen Markt. Sie erleichtert die eindeutige Suche nach Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen und wird weiterhin parallel zur internationalen ISIN verwendet.

Grundlagen

Wertpapiernamen reichen für eine sichere Identifikation häufig nicht aus. Unternehmen können mehrere Aktiengattungen ausgeben. Fonds bieten oft verschiedene Anteilklassen an. Anleihen unterscheiden sich nach Laufzeit, Verzinsung und Währung. Auch Zertifikate eines Emittenten können sehr ähnliche Bezeichnungen tragen.

Die Wertpapierkennnummer löst dieses Problem für den deutschen Kapitalmarkt. Sie ordnet einem konkreten Finanzinstrument einen kompakten Identifikationscode zu. Banken, Börsen, Datenanbieter und Anleger können dadurch gezielt nach einem Produkt suchen. Die Kennung enthält jedoch keine Bewertung des Instruments. Sie sagt nichts über Rendite, Kosten, Sicherheit oder Qualität aus.

Seit der Einführung der internationalen ISIN besitzt die nationale Nummer nicht mehr dieselbe zentrale Bedeutung wie früher. Sie blieb dennoch in vielen deutschen Handelssystemen erhalten. Zahlreiche Broker, Finanzportale und Emittenten veröffentlichen beide Kennungen gemeinsam.

Was bedeutet WKN?

Wie lautet die WKN Bedeutung?

Die Abkürzung WKN steht für Wertpapierkennnummer. Sie bezeichnet einen sechsstelligen Code zur Identifikation eines Finanzinstruments. Die Kennung kann ausschließlich aus Zahlen oder aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen bestehen.

Nach der Definition der Deutschen Börse zur Wertpapierkennnummer handelt es sich um einen sechsstelligen alphanumerischen Code. Die Nummer wird weiterhin neben der international gebräuchlichen ISIN verwendet.

Eine Wertpapierkennnummer gehört zum jeweiligen Finanzinstrument. Sie identifiziert nicht pauschal das dahinterstehende Unternehmen. Gibt eine Gesellschaft mehrere Aktiengattungen oder Anleihen aus, erhält jedes eigenständige Instrument eine eigene Kennung.

Wofür wird eine WKN benötigt?

Die Kennnummer vereinfacht die Suche, Bestellung und Verwaltung von Wertpapieren. Sie reduziert das Risiko, ein ähnlich benanntes Produkt auszuwählen. Das ist besonders bei Fonds, Anleihen und strukturierten Produkten wichtig. Deren Namen können lang sein und sich nur in einzelnen Merkmalen unterscheiden.

Anleger können die Nummer in der Suchfunktion ihres Brokers eingeben. Das System sollte anschließend das zugeordnete Instrument anzeigen. Vor einer Order sollten Sie dennoch den vollständigen Namen, die ISIN, den Emittenten und die Produktart kontrollieren.

Die Kennung wird außerdem in Wertpapierabrechnungen, Depotübersichten, Unternehmensmeldungen und Produktunterlagen verwendet. Sie unterstützt damit sowohl private Anleger als auch professionelle Marktteilnehmer.

Wie ist eine WKN aufgebaut?

Wie viele Zeichen hat eine WKN?

Eine gültige Wertpapierkennnummer besitzt genau sechs Zeichen. Führende Nullen gehören zur Kennung und dürfen nicht entfernt werden. Die Nummer 012345 unterscheidet sich deshalb von 12345. Letztere Angabe wäre bereits wegen ihrer Länge unvollständig.

Ältere Kennnummern bestehen häufig nur aus Ziffern. Neuere Vergaben können alphanumerisch sein. Dabei werden Großbuchstaben und Zahlen kombiniert. Bei alphanumerischen Neuvergaben bleiben die Buchstaben I und O ausgeschlossen. Dadurch sinkt die Verwechslungsgefahr mit den Ziffern 1 und 0.

Die Kennung ist grundsätzlich kein sprechender Code. Einzelne Zeichen verraten daher nicht zuverlässig, ob es sich um eine Aktie, einen ETF oder eine Anleihe handelt. Informationen zu den Vergaberegeln veröffentlicht der WM Datenservice als deutsche Vergabestelle.

Wie sieht eine WKN in einem Beispiel aus?

Ein bekanntes numerisches Beispiel ist die SAP Aktie. Ihre deutsche Kennnummer lautet 716460. Die dazugehörige ISIN lautet DE0007164600. Die offiziellen Stammdaten der SAP Aktie führen beide Angaben gemeinsam auf.

Ein alphanumerisches Beispiel liefert die BASF Aktie. Ihre Kennung lautet BASF11. Die internationale Kennnummer lautet DE000BASF111. Diese Zuordnung finden Sie auch in den offiziellen Stammdaten der BASF Aktie.

Beide Beispiele zeigen, dass sechs Zeichen unterschiedlich zusammengesetzt sein können. Ein rein numerischer Aufbau ist ebenso möglich wie eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen.

Welche Wertpapiere besitzen eine WKN?

Die Kennung kann zahlreichen Arten von Finanzinstrumenten zugeordnet werden. Dazu gehören Aktien, Anleihen, Fondsanteile, ETFs, Zertifikate, Optionsscheine und bestimmte Bezugsrechte. Voraussetzung ist eine entsprechende Vergabe für den deutschen Markt.

Bei Aktien bezieht sich die Nummer auf eine bestimmte Aktiengattung. Stammaktien und Vorzugsaktien desselben Unternehmens können verschiedene Kennungen besitzen. Grundlagen zu dieser Anlageklasse erläutert der Beitrag Aktien einfach erklärt.

Auch ein Fonds kann mehrere Kennnummern führen. Ausschüttende und thesaurierende Anteilklassen sind rechtlich getrennte Instrumente. Weitere Unterschiede können aus der Fondswährung, der Gebührenstruktur oder einer Währungsabsicherung entstehen. Entsprechendes gilt für ETFs. Wie regelmäßige Investitionen funktionieren, zeigt der Beitrag zum ETF Sparplan.

Hat jedes Wertpapier eine WKN?

Nicht jedes weltweit existierende Wertpapier besitzt eine deutsche Kennnummer. Die Wertpapierkennnummer ist ein nationales Identifikationssystem. Ausländische Instrumente können ausschließlich über eine ISIN oder eine andere nationale Kennung identifiziert werden.

Viele ausländische Aktien und Fonds erhalten dennoch eine deutsche Nummer, wenn sie im deutschen Markt verarbeitet oder angeboten werden. Eine internationale ISIN ist deshalb kein Beleg dafür, dass zusätzlich eine deutsche Kennung vorhanden sein muss.

Bei der Suche sollten Sie zuerst die ISIN verwenden, falls keine nationale Nummer angegeben wird. Die ISIN besitzt einen internationalen Anwendungsbereich und eignet sich besser für grenzüberschreitende Recherchen.

Wo findet man die WKN eines Wertpapiers?

Die Kennnummer erscheint gewöhnlich in den Stammdaten eines Finanzinstruments. Geeignete Fundstellen sind das Wertpapierdepot, die Webseite des Emittenten, Börsenportale und offizielle Produktunterlagen. Bei Fonds und ETFs finden Sie sie häufig im Basisinformationsblatt, Factsheet oder Verkaufsprospekt.

Für eine gezielte Suche können Sie den Namen des Emittenten mit der Produktart verbinden. Bei einer Anleihe sollten zusätzlich Laufzeit und Zinssatz eingegeben werden. Bei Fonds helfen Anteilklasse, Ausschüttungsart und Währung.

Verlassen Sie sich nicht allein auf eine Suchmaschinenüberschrift. Prüfen Sie die Nummer anschließend auf einer zweiten verlässlichen Seite. Besonders geeignet sind die Webseite des Emittenten, die Produktunterlagen und die Detailansicht Ihres Brokers.

Wie lässt sich eine WKN überprüfen?

Eine formal passende Zeichenfolge ist nicht automatisch gültig. Sechs Zeichen beweisen nur, dass die Länge stimmen könnte. Erst die Zuordnung in einer Wertpapierdatenbank bestätigt, dass tatsächlich ein Instrument existiert.

Vergleichen Sie mindestens den vollständigen Produktnamen, die ISIN und den Emittenten. Bei Anleihen gehören außerdem Fälligkeit und Kupon zur Kontrolle. Bei Fonds sollten Sie die Anteilklasse und Ertragsverwendung prüfen.

Zeigt Ihr Broker ein anderes Produkt als erwartet, dürfen Sie keine Order auslösen. Bereits ein abweichender Buchstabe kann auf eine andere Anteilklasse oder ein völlig anderes Instrument verweisen.

Was ist der Unterschied zwischen WKN und ISIN?

Beide Kennungen identifizieren Finanzinstrumente. Sie unterscheiden sich jedoch bei Länge, Aufbau und geografischer Reichweite. Die nationale Nummer umfasst sechs Zeichen. Die ISIN besteht aus zwölf Zeichen und folgt einem internationalen Standard.

Die Struktur der ISIN wird durch die Norm ISO 6166 geregelt. Sie enthält einen zweistelligen Ländercode, eine neunstellige nationale Basisnummer und eine abschließende Prüfziffer. Die ISO erläutert den Aufbau der ISIN ausführlich.

MerkmalWKNISIN
LängeSechs ZeichenZwölf Zeichen
GeltungsbereichVorwiegend DeutschlandInternational
ZeichenZahlen oder alphanumerischBuchstaben und Zahlen
PrüfzifferKeine eigene PrüfzifferLetzte Stelle ist eine Prüfziffer
Typische NutzungDeutsche Broker und FinanzportaleInternationaler Handel und Abwicklung

Die ISIN ist für internationale Prozesse besser geeignet. Sie lässt sich über Ländergrenzen hinweg einheitlich verarbeiten. Die deutsche Kennung bleibt wegen ihrer Kürze und ihrer Verankerung in bestehenden Systemen praktisch relevant.

Ist die WKN Bestandteil der ISIN?

Bei deutschen ISINs ist die nationale Kennung in die internationale Nummer eingebunden. Sie steht an der sechsten bis elften Position. Vorangestellt werden der Ländercode DE und drei weitere Stellen der nationalen Basisnummer. Am Ende folgt die Prüfziffer.

Das Beispiel der SAP Aktie verdeutlicht den Aufbau. Die Kennung 716460 erscheint vollständig in der ISIN DE0007164600. Bei BASF steht BASF11 innerhalb der ISIN DE000BASF111.

Diese Regel lässt sich nicht ohne Weiteres auf ausländische ISINs übertragen. Andere Staaten verwenden eigene nationale Nummerierungssysteme. Eine ausländische ISIN enthält deshalb nicht automatisch eine deutsche Kennnummer.

Warum wird die WKN trotz ISIN weiterhin verwendet?

Die nationale Kennung wurde bereits 1955 eingeführt. Über Jahrzehnte entstanden darauf abgestimmte Datenbanken, Bankprozesse und Eingabemasken. Als die ISIN in Deutschland zum maßgeblichen internationalen Standard wurde, verschwanden diese Strukturen nicht sofort.

Die sechsstellige Nummer ist zudem kürzer als eine ISIN. Sie lässt sich leichter eingeben und merken. Viele Anleger kennen die Kennungen ihrer regelmäßig gehandelten Produkte. Broker und Finanzportale unterstützen deshalb häufig beide Suchmöglichkeiten.

Die parallele Nutzung verursacht grundsätzlich keinen Widerspruch. Beide Nummern können dasselbe Instrument bezeichnen. Die internationale Kennung übernimmt die standardisierte grenzüberschreitende Identifikation. Die nationale Variante bleibt eine praktische Zusatzinformation für den deutschen Markt.

Für die langfristige Dokumentation sollten Sie dennoch bevorzugt beide Angaben speichern. Dadurch bleibt eine Position auch bei einem Wechsel des Brokers oder Datenanbieters leichter auffindbar.

Kann eine WKN mehrfach vergeben werden?

Eine neu zu vergebende Kennung darf nicht bereits einem anderen aktiven Instrument zugeordnet oder reserviert sein. Die Vergabestelle prüft deshalb die Verfügbarkeit. Innerhalb des maßgeblichen Datenbestands soll jede Nummer eindeutig auf ein bestimmtes Instrument verweisen.

Die Eindeutigkeit bezieht sich auf das Finanzinstrument, nicht auf den Emittenten. Ein Unternehmen kann zahlreiche Kennnummern besitzen. Jede Aktiengattung, Anleihe, Wandelanleihe oder jedes Bezugsrecht kann eine eigene Zuordnung erhalten.

Eine identische Unternehmensbezeichnung beweist daher nicht, dass zwei Produkte austauschbar sind. Prüfen Sie stets die vollständigen Stammdaten. Das gilt besonders bei Anleihen desselben Emittenten und bei Fonds mit mehreren Anteilklassen.

Kann sich eine WKN ändern?

Die Kennung bleibt normalerweise erhalten, solange dasselbe Finanzinstrument unverändert fortbesteht. Eine bloße Kursänderung, Dividendenzahlung oder reguläre Hauptversammlung führt nicht zu einer neuen Nummer.

Unternehmensmaßnahmen können jedoch neue Instrumente schaffen. Das geschieht beispielsweise bei Abspaltungen, Umtauschangeboten oder neuen Aktiengattungen. Bezugsrechte erhalten häufig eine eigene und zeitlich begrenzt relevante Kennung.

In solchen Fällen wird nicht einfach der bestehende Code umgeschrieben. Vielmehr endet oder verändert sich das bisherige Instrument. Das neue oder abweichende Wertpapier erhält eine eigene Identifikation. Depotbanken informieren ihre Kunden gewöhnlich über die entsprechende Umbuchung.

WKN, Ticker und ISIN im Vergleich

Wertpapierkennnummer, ISIN und Ticker werden im Alltag häufig vermischt. Sie erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben. Für eine sichere Identifikation sollten Sie diese Begriffe klar voneinander trennen.

KennungFunktionBesonderheit
WKNNationale Identifikation eines FinanzinstrumentsSechs Zeichen und vor allem im deutschen Markt verbreitet
ISINInternationale Identifikation eines FinanzinstrumentsZwölf Zeichen nach einem einheitlichen Standard
TickerKurzzeichen für Handel und KursanzeigeKann je nach Börse oder Datenanbieter abweichen

Ein Ticker ist häufig besonders kurz. Er besitzt jedoch nicht dieselbe internationale Eindeutigkeit wie die ISIN. Derselbe Ticker kann an unterschiedlichen Börsen für verschiedene Unternehmen verwendet werden. Ein Unternehmen kann außerdem je nach Handelsplatz mehrere Kürzel besitzen.

Für eine schnelle Kurssuche genügt oft der Ticker. Für eine Order oder eine dauerhafte Dokumentation sind ISIN und nationale Kennnummer verlässlicher. Kontrollieren Sie trotzdem immer die angezeigten Stammdaten.

Typische Fehler bei der Verwendung

Die Kennnummer reduziert Verwechslungen, verhindert sie aber nicht vollständig. Fehler entstehen meist durch unvollständige Eingaben oder fehlende Produktkontrollen. Besonders bei ähnlichen Fonds und Anleihen kann eine kleine Abweichung zu einem anderen Instrument führen. Folgende Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit:

  • Führende Nullen fehlen: Tabellenprogramme und Datenimporte entfernen Nullen gelegentlich automatisch. Speichern Sie Kennnummern deshalb als Text.
  • Zeichen werden verwechselt: Die Ziffer 0 kann wie der Buchstabe O wirken. Bei neuen alphanumerischen Vergaben bleiben I und O daher ausgeschlossen.
  • Die Anteilklasse wird übersehen: Fonds können sich bei Währung, Ausschüttung, Kosten und Absicherung unterscheiden.
  • Der Ticker ersetzt die Kennnummer: Börsenkürzel können vom Handelsplatz oder Datenanbieter abhängen.
  • Die Nummer gilt als Qualitätssiegel: Eine gültige Kennung bestätigt nur die Identität. Sie bewertet weder Risiko noch Wirtschaftlichkeit.

Vor jedem Kauf sollten Sie die Kennnummer mit der ISIN abgleichen. Kontrollieren Sie zusätzlich Produktname, Emittent und Anlageklasse. Bei Fonds gehören Kosten und Ertragsverwendung zur Prüfung. Bei Anleihen sind Laufzeit, Kupon und Rückzahlungsbedingungen entscheidend. Die wirtschaftliche Attraktivität beurteilen Sie getrennt. Hinweise dazu bietet der Beitrag zur Berechnung der Rendite.

Kernfakten im Überblick

AspektWesentliches
BedeutungDie Abkürzung bezeichnet die deutsche Wertpapierkennnummer.
AufbauDie Kennung besteht aus genau sechs Ziffern oder alphanumerischen Zeichen.
VergabeWM Datenservice ist die zuständige deutsche Vergabestelle.
Verhältnis zur ISINBei einer deutschen ISIN ist die nationale Kennung an den Positionen sechs bis elf enthalten.
AnwendungDie Nummer dient der Suche und Identifikation, ersetzt aber keine Produktprüfung.

Fazit

Die WKN ist eine kompakte und weiterhin verbreitete Kennung für Finanzinstrumente im deutschen Markt. Ihre sechs Zeichen erleichtern die Suche nach Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und weiteren Wertpapieren. Sie bleibt besonders in Brokeroberflächen, Wertpapierabrechnungen und deutschen Finanzportalen präsent.

Für internationale Prozesse besitzt die ISIN die größere Bedeutung. Sie folgt einem weltweit einheitlichen Aufbau und enthält eine Prüfziffer. Bei deutschen ISINs ist die nationale Kennung vollständig eingebettet. Beide Angaben können daher dasselbe Instrument aus unterschiedlichen Perspektiven identifizieren.

Verwenden Sie die Kennnummer niemals isoliert als Kaufgrundlage. Kontrollieren Sie immer die ISIN, den Emittenten und die genaue Produktbezeichnung. Bei Fonds müssen Sie die Anteilklasse prüfen. Bei Anleihen sind Laufzeit und Verzinsung wichtig. Erst danach können Kosten, Risiken und mögliche Erträge beurteilt werden. Einen breiteren Überblick über unterschiedliche Anlageformen bietet der Beitrag zu Wertanlagen und langfristigen Investmentstrategien.

Häufig gestellte Fragen zum Thema „WKN“

Kann eine Wertpapierkennnummer nach einer Delistung weiterbestehen?

Eine Delistung beendet zunächst die Zulassung oder Einbeziehung an einem bestimmten Handelsplatz. Sie führt nicht automatisch zum sofortigen Erlöschen des Finanzinstruments. Die Kennnummer kann daher weiterhin in Depotbeständen, Unternehmensunterlagen und Datenbanken erscheinen. Das Wertpapier kann möglicherweise außerbörslich oder an einem anderen Handelsplatz verfügbar bleiben.

Eine vorhandene Kennung beweist deshalb nicht, dass ein Kauf oder Verkauf jederzeit möglich ist. Prüfen Sie den aktuellen Handelsstatus, verfügbare Börsenplätze und mögliche Abwicklungsbeschränkungen. Bei endgültig eingestellten Instrumenten kann die Nummer weiterhin historischen Transaktionen zugeordnet bleiben.

Warum haben ähnlich benannte Fonds unterschiedliche Kennnummern?

Fondsanbieter legen häufig mehrere Anteilklassen desselben Fonds auf. Diese Klassen investieren zwar in dasselbe Portfolio, unterscheiden sich aber bei Kosten, Mindestanlage, Ausschüttung oder Fondswährung. Einige Klassen sichern Fremdwährungsrisiken ab. Andere richten sich ausschließlich an institutionelle Anleger.

Jede rechtlich getrennte Anteilklasse benötigt eine eigene Identifikation. Ein ähnlicher Name bedeutet daher nicht, dass die Produkte wirtschaftlich identisch sind. Vergleichen Sie neben der Kennnummer auch die ISIN, laufende Kosten, Ausschüttungsart und Währungsabsicherung. Andernfalls können Sie unbeabsichtigt eine unpassende oder teurere Anteilklasse auswählen.

Reicht eine gültige Kennnummer für eine sichere Anlageentscheidung?

Eine gültige Nummer bestätigt lediglich, dass ein bestimmtes Finanzinstrument identifiziert werden kann. Sie enthält keine Aussage über Bonität, Kursrisiko, Liquidität oder Kosten. Auch hochriskante Zertifikate, Optionsscheine und nachrangige Anleihen können ordnungsgemäße Kennungen besitzen.

Prüfen Sie deshalb die Produktunterlagen und den Emittenten. Berücksichtigen Sie außerdem Laufzeit, Kündigungsrechte und mögliche Verlustszenarien. Bei Fonds gehören Anlagestrategie, Kosten und Risikoklasse zur Bewertung. Die Kennnummer verhindert Verwechslungen, ersetzt jedoch weder eine Analyse noch eine geeignete Anlageentscheidung.

Warum akzeptiert ein Broker eine vorhandene WKN nicht?

Ein Broker kann ein Instrument ablehnen, obwohl seine Kennnummer gültig ist. Mögliche Gründe sind fehlende Handelsplätze, interne Produktbeschränkungen oder regulatorische Vorgaben. Manche Anbieter nehmen bestimmte Fonds, Auslandsaktien oder komplexe Produkte nicht in ihr Sortiment auf.

Suchen Sie das Instrument zusätzlich über die ISIN. Prüfen Sie danach, ob es grundsätzlich handelbar ist und welche Börsenplätze verfügbar sind. Eine fehlende Anzeige bedeutet nicht automatisch, dass die Nummer ungültig ist. Sie kann lediglich darauf hinweisen, dass der konkrete Broker das Produkt nicht anbietet oder keine Kursversorgung besitzt.

Warum sollten Unternehmen WKN und ISIN gemeinsam veröffentlichen?

Die gemeinsame Veröffentlichung erleichtert Anlegern, Banken und Medien die eindeutige Zuordnung. Deutsche Nutzer suchen häufig über die kürzere nationale Kennung. Internationale Investoren und Abwicklungssysteme verwenden dagegen überwiegend die ISIN. Beide Angaben zusammen reduzieren Rückfragen und Übertragungsfehler.

Unternehmen sollten die Kennungen an einer zentralen Stelle ihrer Investor Relations Seite bereitstellen. Geeignet sind Stammdatenblätter, Finanzberichte und kapitalmarktrechtliche Mitteilungen. Bei mehreren Aktiengattungen oder Anleihen muss klar erkennbar sein, welche Nummer zu welchem Instrument gehört. Eine konsistente Darstellung verbessert die Datenqualität.

Meta-Ti

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